
Das 1913 gegründete Familienunternehmen Claas zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Landtechnik. Mit Hauptsitz im westfälischen Harsewinkel führt Claas den Markt bei Feldhäckslern an. Die europäische Marktführerschaft besitzt das Unternehmen darüber hinaus in einem weiteren Kernsegment: bei den Mähdreschern. Mit Traktoren sowie mit landwirtschaftlichen Pressen und Grünland-Erntemaschinen ist das Familienunternehmen weltweit erfolgreich vertreten. Zur Produktpalette gehört ebenfalls modernste landwirtschaftliche Informationstechnologie. Claas beschäftigt über 12.000 Mitarbeiter weltweit und erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 6,1 Milliarden Euro.

Eigens entwickelte Applikationen schränken Wachstum ein
Um den innerbetrieblichen Materialfluss effizienter zu gestalten und die eigenen Mitarbeiter zu entlasten, setzt Claas am Standort Harsewinkel auf den Einsatz von fahrerlosen Transportsystemen entlang der Montagelinie. Um den Mitarbeitern Systemmeldungen und Informationen zur Einschätzung ihres verbleibenden Montagetaktes zur Verfügung zu stellen, plante der Erntemaschinenhersteller die Integration einer Taktzeitanzeige innerhalb der Fertigungslinie. Darüber hinaus wollten die Verantwortlichen auch die Logistikprozesse digitalisieren, indem die für die Verladung und den Warenausgang relevanten Daten auf eigens dafür angebrachten Bildschirmen visualisiert werden. Die bisherige Digitalisierungslösung von Claas bestand aus selbst entwickelten Anwendungen. Dieses System war sehr wartungsintensiv und hatte ein weiteres großes Problem: Es war in seiner Form endgültig und konnte nicht um neue Anwendungen erweitert werden. Für ein stetig wachsendes Unternehmen, das die eigene Produktion weiterentwickeln will, stellte dies ein Hindernis dar.
Peakboard überzeugt mit Anpassungsfähigkeit
Claas war auf der Suche nach einer flexiblen Lösung, die zu einem späteren Zeitpunkt wichtige Qualitätsdaten schnittstellenübergreifend anzeigen und gleichzeitig bei Bedarf erweitert werden kann. Auch die Verfügbarkeit war ein zentraler Punkt: „Das System sollte schnell einsatzbereit sein, um bei der Einführung eines AGV den Takt und Systemmeldungen anzeigen zu können. Es sollte aber auch flexibel genug sein, um zu einem späteren Zeitpunkt Informationen aus anderen Schnittstellen anzeigen zu können“, so Carsten Warzecha, Project Engineer bei Claas Selbstfahrende Erntemaschinen. Letztlich konnte Peakboard, ein Experte für Industrieanwendungen aus Stuttgart, mit der Kombination aus benutzerfreundlichem Design und hoher Flexibilität bei der Auswahl der Schnittstellen überzeugen. Die Lösung besteht dabei aus zwei Komponenten: der Peakboard Box als Hardware mit zugehörigem Betriebssystem und dem Peakboard Designer als Softwaretool zur Erstellung der Dashboards. Die Peakboard Box ist dabei ein optionales Angebot von Peakboard. Alternativ hat Claas die Möglichkeit, nach dem Konzept Bring Your Own Device (BYOD) ein eigenes Endgerät als Hardware zu nutzen. „Peakboard konnte sich am Ende sowohl wirtschaftlich als auch technisch gegen den Wettbewerb durchsetzen“, erläutert Warzecha die Entscheidung für das Unternehmen aus Stuttgart.
Schnittstellen ermöglichen Taktanzeige
Peakboard kommt bei Claas in der Produktion und der Logistik zur Anwendung, um die dortigen Prozesse durch Digitalisierung der Arbeitsprozesse zu optimieren. Ein wichtiger Faktor sind dabei die über 110 möglichen Schnittstellen, die die Lösung unterstützt. Vor der Zusammenarbeit wurde das von Claas selbst entwickelte System mit automatisch generierten, textbasierten Dateien versorgt. Mit der Einführung von Peakboard wurden zunächst Daten aus REST-Diensten genutzt. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden Daten aus MQTT und SAP integriert. Diese Schnittstellen konnten problemlos von Peakboard übernommen werden. Der Leitrechner des AGV stellt vordefinierte Taktinformationen über REST-Schnittstellen im JSON-Format zur Verfügung. Die Qualitätsdaten der Produkte werden aus dem SAP-Backend-System passend zum jeweiligen Takt abgefragt. Mit Unterstützung durch das Peakboard Support-Team konnte eine bestehende Schnittstelle des Peakboard Designers so modifiziert werden, dass dynamische Daten angezeigt werden können. Die hohe Flexibilität des Systems ermöglicht auch eine Erweiterung zu einem späteren Zeitpunkt, um Daten aus weiteren Schnittstellen visuell darzustellen. Mögliche Fehlercodes der AGV werden über MQTT-Schnittstellen zur Verfügung gestellt. Im Peakboard Dashboard werden dann alle diese aufbereiteten Informationen gebündelt und in Echtzeit auf handelsüblichen Monitoren dargestellt. Diese befinden sich in drei bis vier Metern Höhe entlang der Montagelinie und sind somit für alle Mitarbeiter sichtbar. Damit die Taktanzeige des AGV immer aktuell ist, werden alle Daten minütlich und bei akuten Änderungen aktualisiert.


















