
Der Markt für Hallenkrane wuchs 2023 auf rund 5,18Mrd. US-Dollar und soll bis 2030 auf 8,2Mrd. US-Dollar steigen. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 59 Prozent. Der Grund: Industrie, Bau, Automobil- und Energiesektor verlangen nach effizientem Materialhandling. Gleichzeitig müssen Unternehmen Effizienz und Sicherheit steigern, während Platz und Personal knapp werden.
Hallen aber sind vollgestellt, Wege überlastet, Stapler blockieren sich gegenseitig. Mehr Personal allein löst das Problem nicht. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss Fläche und Arbeitskraft neu denken.

In der Praxis bei Brinkmann: Der InfinityCrane
Oben, wo bisher nur Leitungen und Lampen hingen, entsteht eine zweite Ebene für den Materialfluss. Lasten schweben über den Köpfen, der Boden wird frei. Das macht Abläufe sicherer, schneller und übersichtlicher.
Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt Ralf Brinkmann in Grevenbroich. Das Unternehmen mit 30 Mitarbeitern entwickelt seit Jahren ergonomische Handlingssysteme. Doch im eigenen Betrieb stießen klassische Krananlagen an ihre Grenzen. „In unserer Logistikumgebung bestand ein hohes Bedürfnis nach einer Handlingslösung mit maximaler Flexibilität. Klassische Kranlösungen waren aufgrund eingeschränkter Platzverhältnisse und Störkonturen nicht einsetzbar“, berichtet Geschäftsführer Robin Brinkmann.
Auf einer Fachmesse lernte Brinkmann Ceilix kennen. Der Infinity Crane überzeugte durch seine Beweglichkeit in alle Richtungen und die Möglichkeit, den Boden komplett frei zu halten.

Ein modulares Schienensystem über den Köpfen der Mitarbeiter
Das Prinzip ist so einfach wie wirkungsvoll. Anstelle starrer Fahrwege sorgt eine patentierte Kombination aus Laufrädern und Ketten dafür, dass die Fahrzeuge von einem Schienenelement zum nächsten gleiten können. So entsteht ein durchgehendes Netz an der Hallendecke, das Bewegungen in alle Richtungen erlaubt. Ganz unabhängig vom Boden, der frei für andere Aufgaben bleibt.
Herzstück dieser Lösung sind die Ceilix Elements. Die Module lassen sich wie Bausteine an jede Hallengeometrie anpassen, selbst mit Säulen oder verwinkelten Bereichen. Bei steigender Auslastung kann die Struktur unkompliziert erweitert oder mit zusätzlichen Fahrzeugen ergänzt werden, sogar über mehrere Hallen hinweg.
Besonders spannend wird es, wenn mehrere Einheiten zusammenarbeiten. Die Sky Runner fahren parallel, teilen sich Aufgaben oder kombinieren ihre Kräfte für den Transport sperriger oder besonders schwerer Bauteile. Durch die Mehrpunkt-Aufhängung bleiben Lasten stabil und können bei Bedarf sogar während des Transports präzise gedreht werden.

Montage während des Betriebs und ohne Stillstand
Die Installation bei Brinkmann erfolgte in Etappen. Zuerst kam eine Deckenschienenstruktur mit integrierter Beleuchtung. Danach folgten zwei Sky Runner, Fahrzeuge mit je 250kg Tragkraft.


















